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Zytogenetik
Pränataldiagnostik
Die wichtigsten pränataldiagnostischen
Methoden umfassen die Amniocentese (AC, Fruchtwasserentnahme
in der 14.-17. SSW) und die Chorionzottenbiopsie (CVS,
Mutter-kuchenpunktion ab der 10. SSW ). Die Nabelschnurpunktion
(Chordocentese) und andere Methoden werden nur bei
speziellen Fragestellungen angewandt. Ein schnelles
Verfahren in der Pränataldiagnostik bietet der
FISH-Schnelltest, der an unkultivierten Zellen (Chorionzottenzellen,
Fruchtwasserzellen, Lymphozyten) numerische Chromo-somenveränderungen
(Trisomie 13, 18, 21), Klinefelter-Syndrom (47,XXY),
Turner-Syndrom (45,X) und Triploidien innerhalb von
ca. 18 Std. erfasst.
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[Nachweis
einer Trisomie 21, zwei grüne (Chr. 13)
und drei rote (Chr.21) Fluoreszenz-signale] |
Postnatale Zytogenetik
Chromosomale Veränderungen sind bei
1:120 Neugeborenen keine Seltenheit. Etwa die Hälfte
erlangt klinische Relevanz. Einen Krankheitswert haben
in der Regel unbalancierte Veränderungen (zusätzliches,
bzw. verlorengegangenes Chromosomenmaterial). Die
balancierten Veränderungen können häufig
Fertilitätsstörungen verursachen oder habituelle
Aborte bewirken.
Anforderungen für eine Chromosomenanalyse an
Lymphozyten (2-10 ml Li-Heparin-Blut), Fibroblasten
oder Abortmaterial erhalten wir z.B. aus der Neonatologie,
Pädiatrie, Gynäkologie, Reproduktionsmedizin
(IVF/ICSI), Urologie und Endokrinologie.

unauffällig weiblicher Karyotyp 46,XX
Polkörperdiagnostik
Die Polkörperdiagnostik (PKD) bietet
unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen
derzeit die einzige Möglichkeit zu einer chromosomalen/genetischen
Untersuchung an der unbefruchteten Eizelle.
Studien haben gezeigt, daß Eizellen von Patientinnen
mit zunehmendem Alter (> 35) eine Chromosomen-Fehlverteilungsrate
von ca. 50% und mehr aufweisen.
Mittels eines FISH-Test für die Chromosomen 13,
16, 18, 21, 22 und X kann man vor der Befruchtung
über die Hälfte der bei klinischen Fehlgeburten
im 1. Trimenon auftretenden Aberrationen erfassen,
sofern sie maternalen Ursprungs sind.
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